Heilige Geometrie – Über die Schönheit der Schöpfung

Datum / Uhrzeit
13.11.2026
Start: 19:30 Uhr _ Ende: 21:00
Kosten
€ 15,-

Gott als Erschaffer des Universums, Frontispiz einer Bible moralisée, ca. 1220-30. Wien, ÖNB Codex Vindobonensis 2554
Die Heilige Geometrie, auch hermetische Geometrie genannt, ist die Lehre vom Aufbau der Welt. Es geht um die Öffnung der Mitte zum Leben hin. Sie beschreibt die geometrischen Gesetze, auf denen unsere Welt basiert, und verbindet Geist und Materie, Wissenschaft und Spiritualität, Herz und Verstand. Der Glaube, dass Gott das Universum nach einem perfekten geometrischen Plan erschaffen hat, ist uralt und in allen Kulturen verbreitet. In Indien, China, Ägypten, der Antike, in der Romanik und Gotik, wurden Figuren und Proportionen der Heiligen Geometrie in den Bauwerken benutzt. Ob Tempel im Himalaja, die auf Mandalas basieren, oder mittelalterliche europäische Kathedralen, alle benutzen diese Prinzipien.
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„Du aber hast alles nach Maß, Zahl und Gewicht geordnet.“
Diese Erkenntnis findet sich im Alten Testament, in den Weisheiten Salomons (11,20). Entsprechend wurde der Schöpfer seit dem 12. Jahrhundert gerne als deus geometer oder „vermessender Gott“ mit Messwerkzeugen wie Zirkel oder Winkel dargestellt.